Bildungspaket

Ein Kind großzuziehen, kostet schnell eine Menge Geld. Egal ob Sportaktivitäten, Musikunterricht oder Nachhilfe, einem Kind dies zu ermöglichen, erfordert finanzielle Möglichkeiten. Das Bildungspaket ist seit dem 01. Januar 2011 gültig. Es wurde verabschiedet, damit Kinder von Hatz-IV-Empfängern ermöglicht wird, an Bildungsangeboten, Freizeitaktivitäten, Ausflügen oder auch am Mittagessen in der Schule teilzunehmen. 

Geregelt wird diese Bildungsunterstützung in verschiedenen Gesetzen und Vorschriften, dazu gehören das Sozialbuch (SGB), das Bundeskindergeldgesetz und das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Die Leistungen werden in der Regel als Sach- oder Dienstleistungen, also nicht als direkte Geldleistung erbracht. Dadurch soll sichergestellt werden, dass auch tatsächlich die Bildungsleistungen in Anspruch genommen werden. Ausnahmen bilden Geldzahlungen für den persönlichen Schulbedarf und für die Schulbeförderung.

 

Leistungsberechtigte

Leistungsberechtigt sind Kinder und Jugendliche unter 25 Jahren aus Familien, die Hartz IV empfangen, Wohngeld beziehen oder Kinderzuschlag erhalten. Anspruch auf Leistungen aus den Bereichen Kultur, Freizeit und Sport haben Kinder bis zum 18. Lebensjahr.

 

Lernförderung

Anerkannte Bedarfe sind u.a. Schulausflüge und Klassenfahrten (inkl. Schüleraustausch), persönlicher Schulbedarf (Schreib- und Rechen- oder Zeichenmaterialien wie Füller, Geodreieck oder auch Bastelmaterial), Schülerbeförderung, Lernförderung sowie die Mittagsverpflegung. Bei der Lernförderung können sowohl Nachhilfeleistungen als auch die Lerntherapie in Ergänzung zu den schulischen Angeboten durch Direktzahlungen oder Gutscheine an die Anbieter gefördert werden. Dabei muss die Lernförderung geeignet und erforderlich sein das im Bildungsplan festgelegte Lernziel zu erreichen.

Trotz der Möglichkeiten, die sich prinzipiell durch das Bildungspaket ergeben, gibt es viel Kritik. Die Voraussetzungen die erfüllt sein müssen damit Unterstützung geleistet wird, sind recht hoch. Bei der Lernförderung muss beispielsweise die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer bestätigen, dass die Versetzung gefährdet ist, wenn die Lernförderung nicht in Anspruch genommen wird. Hier entscheidet also der Lehrer und nicht das Jobcenter.

Auch wenn die Beantragung des Bildungspaketes einige Schwierigkeiten und Einschränkungen mit sich bringt, sollten Familien die aus finanziellen Gründen, ihrem Kind nicht den nötigen Zugang zur Bildung ermöglichen können, unbedingt das Angebot nutzen.

 

Weitere Informationen

Offizielle Webseite zum Bildungspaket

Beispiele zur Beantragung des Bildungpakets

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