Neues zu PISA

Immer wieder sorgt die PISA-Studie für Schlagzeilen. Doch was ist PISA überhaupt und was sagen die Studien aus?

PISA steht für (Programme for International Student Assessment) und wird im Auftrag der teilnehmenden Staaten von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt. Erstmals wurde die PISA-Studie im Jahr 2000 weltweit erhoben und wird seitdem alle drei Jahre durchgeführt. Es soll überprüft werden, ob während der Pflichtschulzeit genügend Wissen und nötige Kompetenzen für den weiteren Werdegang vermittelt werden. 

Untersucht werden generell die Leistungen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern, welche nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. In einem zweistündigen Test werden Kompetenzen im Lesen, sowie die mathematische und naturwissenschaftliche Grundbildung getestet. Auch der Einfluss des soziale Hintergrunds der Teilnehmer/-innen wird durch ein Hintergrundfragebogen berücksichtigt. Hier werden Fragen zur Person selbst, ihrem Zuhause und zu persönlichen Schul- und Lernerfahrungen gestellt. In jeder Studie liegt der Schwerpunkt jeweils bei einer anderen Kompetenz. In dieser Kompetenz wird der Großteil der Testaufgaben gestellt.

 

Die Veröffentlichung der Ergebnisse der PISA-Studie 2000 führte zu dem sogenannten "Pisa-Schock". Im internationalen Vergleich schloss Deutschland in allen Bereichen deutlich schlechter als der Durchschnitt ab und in keinem anderen Land waren soziale Herkunft und Schulleistungen so eng miteinander verknüpft. 

Dachte man zuvor, Deutschland hätte ein gerechtes Schulsystem, wurde nun offensichtlich, dass Änderungen notwendig sind. Aus anfänglicher Irritation wurden Diskussionen. PISA polarisiert. Egal ob "die" Lehrer, Eltern, alte oder neue Medien, alle wurden als "Schuldige" identifiziert und auch die Wissenschaft in die Pflicht genommen. 

Andere wiederum kritisieren, dass die Studie nur zu kurzfristigen Maßnahmen führt, um im nächsten Ranking besser abzuschneiden. Auch die Vergleichbarkeit von Ergebnissen verschiedener Länder wird immer wieder diskutiert.

 

PISA hat den Blick auf die Bildung verändert. Es wurde offensichtlich, dass sich etwas ändern muss. Konkrete Verbesserungsansätze und neue Möglichkeiten wurden in den Bundesländern diskutiert und letztendlich auch umgesetzt. Die Kultusminister bauten die frühkindliche Bildung aus und Schulsysteme, teilweise auch Unterrichtskonzepte, wurden reformiert. Die Schulpolitik ist wieder in den Fokus gerückt.

 

2012 fand die fünfte Erhebung statt. Zum zweiten Mal war der Schwerpunkt die mathematische Grundbildung.  An dieser Studie beteiligten sich 65 Staaten und insgesamt 500.000 Schüler/-innen bearbeiteten die Fragebögen. In Deutschland wurden 5001 Schüler/-innen von 230 verschiedenen Schulen aller Schularten der Sekundarstufe getestet. Es zeigte sich, dass Deutschland, im internationalen Vergleich in allen Kompetenzbereichen, signifikant über dem OECD-Durchschnitt liegt. Der Anteil der Mathe-Schwachen ging auf 18 Prozent zurück. Jedoch ist weiterhin der soziale Hintergrund ein entscheidender Risikofaktor für Schulversagen. Insgesamt ist das Ergebnis von PISA 2012 für Deutschland erfreulich. 

 

Die Ergebnisse von PISA 2015 werden am 6. Dezember 2016 veröffentlicht. Es wurden zwischen dem 20. April und 31. Mai 2015 Schülerinnen und Schüler an ca. 260 verschiedenen Schulen in Deutschland getestet. Erstmals wurden alle Aufgaben am Computer bearbeitet. Der Schwerpunkt liegt, wie 2006, bei naturwissenschaftlichen Kompetenzen.

 

Informationen und die Ergebnisse aus 2012 

Informationen zu PISA 2015

Beispiel Aufgaben